Gewohnheitstier

Der Mensch geht seinen gewohnten Gang, und das ist vermutlich evolutionär gesehen auch eine recht vernünftige Einrichtung. Wer immer die selbe Strasse benutzt von zu Hause zum Büro und wieder zurück, obwohl ihm noch mindestens 3 vermutlich ebensoschöne offenstünden, kennt seinen Weg durchs Revier.

Er weiss, wo Gefahren durch wilde Tiere lauern, beispielsweise durch den Nachbarund, der immer hinterhältig hinter der Thujahecke kauert um dann, hat er einen arglosen Passanten gewittert, mit lautem Gekläff und Geknurr gegen den Jägerzaun zu springen.
Der Gewohnheitsmensch kennt die Stellen, wo sammeln und jagen erfahrungsgemäss erfolgversprechend scheinen: den Supermarkt an der Ecke und das „Wienerwald“.

Wer immer seinen Routinen und Ritualen folgt, spart sich viel Nachdenken.  Er kann seinen Kopf in der Zeit sinnvoller nutzen und beispielsweise über die Grundlagen der Quantenphysik nachdenken statt zu überlegen, ob der die linke oder die rechte Socke zuerst anziehen soll.

Aber manchmal sollte der Mensch die Dinge einfach einmal ganz gegen seine Gewohnheit tun.
Dann merkt er wieder, dass er lebt.

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