Schneckenhaus

Die Blätter fallen von den Bäumen.
Die Schnecke fühlt sich pudelnackt.
Das lässt von eignen Räumen träumen.
Die Wohnungssuche ist vertrackt.

Nächtens wird es deutlich kälter.
(Geht das schnell in diesem Jahr!)
Man wird selbst ja auch schon älter,
hat genug von FKK.

Will so obdachlos nicht warten.
Würd so gern ein Haustier sein.
„Schnecke sucht ein Haus mit Garten“
schreibt sie in die Zeitung rein.

Im Mobilienmarkt da bieten
Makler Exklusives an:
Luxushäuser zu vermieten –
wenn man sich die leisten kann.

Und in einem Inserat steht
ein Gehäuse im Tessin,
super Lage im Salatbeet.
Dahin würd sie gerne ziehn!

(Diana_Porr)

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4 Antworten to “Schneckenhaus”

  1. uertner Says:

    ja, Ja, das Tessin. Dorthin wollte doch auch die Frau Berg. Dort blühen schon ein bisschen die Zitronen, der Schweizer Franken gilt und alle Nachbarn sprechen Deutsch.

  2. flashfrog Says:

    Womit du vollkommen den Nagel auf den Kopf – oder hatte ich dir das erzählt mit Frau Berg?

  3. uertner Says:

    Frau Berg erzählt das seit sie hier in der Eidgenossenschaft sitzt. Sie will ins Tessin. Sie will eingebürgert werden. Wobei ich mich frage, ob wir in der Schweiz Subjekte einbürgern sollten, die sich a) weigern das Altpapier fachgerecht zu bündeln und dies auch noch per Kolumne unters Volk bringen und b). den Religionsunterricht ebenfalls per Kolumne als „phallokratische Märchenstunde“ bezeichnen. Immerhin beginnt die Verfassung der Schweiz, der sich diese Frau seit Jahren unterwerfen will, mit den Worten „im Namen des Allmächtigen“ und unser Altpapier ist wegen seiner hohen Sammelqualität gerade bei deutschen Papierfabriken äusserst beliebt. Vielleicht sollte die Frau Berg sich das noch überlegen mit der Einbürgerung. Als rummotzende Ossi-Tusse, die unsere Spiessigkeit niedlich findet, mag sie ja noch durchgehen, aber waum will sie „Im Namen des Allmächtigen“ dazugehören, wo sie sich doch einen Israeli geangelt hat? Dies ist eine ewige Rosinenpickerin: Deutsche Kulturnation, Schweizer Wohnsitz und israelischen Mann (na von wegen „phallokratische Märchen“!). Das niedlichste an ihr ist aber, dass sie um ihre eigene Unzurechnungsfähigkeit weiss und kürzlich sagte: „einigermassen schön aussehen und nett zu den Leuten sein, ist für mich schon viel“ oder so ähnlich. Naja.

  4. flashfrog Says:

    @uertner: Der Allmächtige und das Altpapier als Grundpfeiler der Gesellschaft!
    Hübsche Kombination. Beide haben ja irgendwas mit alten Schriften zu tun, die viele inzwischen für entbehrlich halten, dafür muss man nicht in der atheistischen DDR aufgewachsen sein. Aber es hilft. Vielleicht sollte man vor der Einbürgerung einen Altpapier-Bünzel- äh -Bündelungstest einführen? 🙂
    Aber „Phallokratische Märchenstunde“ gefällt mir.
    Die Frau Berg ist schon eine Nette und zurechnungsfähiger und klüger als die meisten Autoren, die ich kenne, und dass ihre Kolumnen provozieren, ist der beste Beweis für ihre Qualität.

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