Ein paar Blümchen – für alle bloggenden Mütter

Mai 10, 2009

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Neu zu Ostern: Das eiPhone

April 5, 2009

Das exklusive Oster-Geschenk für Geeks:

Das eiPhone von MacinFrosch

Das eiPhone (flashfrog.design)

Und passend dazu der neue eiPott shuffle schaffell:

Der neue eiPott schaffell von flashfrog.design

Der eiPott schaffell (flashfrog.design)

(Noch mehr Flashfrögliches zu O* gips im neuen Nebelspalter.)

Chat

Februar 21, 2009

[Der Schriftsteller hat das Gehirn betreten.]

SCHRIFTSTELLER: Hallo? Irgendjemand hier?
FRÜHSTÜCKSTELLER: Servus.
SCHRIFTSTELLER: Du schon wieder
FRÜHSTÜCKSTELLER: Ich bin der Geist der stets verneint…
SCHRIFTSTELLER: Größenwahnsinnig bist, nix weiter!
FRÜHSTÜCKSTELLER: …dein Gewissen, mein Freund, deine Brieftasche, die dunkle Seite der Macht.
SCHRIFTSTELLER: Ein nervtötender Pedant bist!
FRÜHSTÜCKSTELLER: Ooch, läufts net so mit der Arbeit heute? *fg*
FRÜHSTÜCKSTELLER: Ach, was sag ich, heute! Haben wir diese Woche überhaupt schon etwas annähernd Sinnvolles zu Papier gebracht? Hm?
BILDSCHIRM: Ich fühle mich so leer…
FRÜHSTÜCKSTELLER: Wem sagst du das. *seufz*
SCHRIFTSTELLER: Wenn der Text für den Spot mit der tanzenden Windel fertig ist und die Fußball-Kolumne. Ich schwörs euch!
BILDSCHIRM: Hm.
BILDSCHIRM: *dummdideldumm*
BILDSCHIRM: Wieso glaub ich ihm das jetz nicht?
FRÜHSTÜCKSTELLER: Du kennst ihn halt zu gut. *zwinker*
SCHRIFTSTELLER: *grummel*
FRÜHSTÜCKSTELLER: Wenn er wenigstens mal den Kuscheleffekt erfunden hätte oder die Gesund-und-Munter-Yoghurtkulturen! Gier ist geil! Auf diese Schweine können Sie hauen. Have a Break, have a Kitekat. Aber selbst für Werbesprüche hat er zu wenig Phantasie.
BILDSCHIRM: Ja, traurig, nicht?
SCHRIFTSTELLER: Ich muss doch sehr bitten!
FRÜHSTÜCKSTELLER: Du bist laaang-weiii-lig!
SCHRIFTSTELLER: Mir fehlt zu dem Thema heute einfach die richtige Inspiration.
FRÜHSTÜCKSTELLER: Dein Geschreibsel ist genauso fad und ideenlos wie das, was du mir jeden Morgen zumutest. Das wollt ich dir übrigens schon lang mal sagen: Jeden Morgen Erdbeermarmelade. Genauso fad wie deine Manuskripte…
SCHRIFTSTELLER: Das ist wohl typische Kafkasche Dilemma. *seufz*
FRÜHSTÜCKSTELLER: …die von den Verlagen sowieso ungelesen an Konfettifabriken weiterverscherbelt werden…
SCHRIFTSTELLER: Hey, was kann denn ich dafür, wenn die Verlage literarisch ambitionierten Newcomern einfach keine Chance geben?
FRÜHSTÜCKSTELLER: …zum Kilopreis.
BILDSCHIRM: Und ich kann mich nichtmal gegen seine Ergüsse wehren!
SCHRIFTSTELLER: Plagegeister! Saubande, vermaledeite!
FRÜHSTÜCKSTELLER: Ich will Kaviar! *quengel*
SCHRIFTSTELLER: Wie stellst du dir das vor bei einem brotlosen Künstler, hä? Das wäre völlig unrealistisch und unglaubwürdig an dieser Stelle! Den Kaviar würde mir jeder Lektor umgehend um die Ohren hauen!
BILDSCHIRM: Also, ich hätte nix dagegen…
FRÜHSTÜCKSTELLER: Ich will Frühstück bei Tiffany!
SCHRIFTSTELLER: Das ist ein Film.
FRÜHSTÜCKSTELLER: Oh.
FRÜHSTÜCKSTELLER: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
SCHRIFTSTELLER: Schluss mit lustig! Schleich dich, ich muss arbeiten!
FRÜHSTÜCKSTELLER: Ich bin dann mal weg…

Die Apfel-Schwein-Theorie

Februar 9, 2009

Ja, die gips von mir pünktlich zum Darwin-Jahr im aktuellen Nebelspalter zu lesen. (Der Nebi hat leider keine Perma-Links.)

Erbgut

Januar 17, 2009

Ich fahre wegen dem Ding ganz sicher nicht nochmal nach Spaichingen.“

„Rainer wäre wohl auch kaum erfreut, dich zu sehen, so wie du dich aufgeführt hast.“

„Ich habe mich nicht aufgeführt.“

„Nun, sagen wir mal so: Deine Schwabenwitze auf der Beerdigungsfeier sind nicht bei allen Trauergästen gut angekommen.“

„Und wie sollen wir das Monstrum überhaupt nach Berlin kriegen? Hast du dir das schon mal überlegt? In den Kofferraum wird ein ausgewachsenes Biedermeiersofa ja wohl kaum passen.“

„Wir könnten am Wochenende den alten Bully von Jonas ausleihen? Ach komm schon! Es ist ein Erinnerungsstück und Tante Hedi war immerhin meine Lieblingstante.“

„Wenn du ihre Lieblingsnichte warst, warum hat sie dir dann nur ein schäbiges altes Sofa vermacht? Sie muss doch steinreich gewesen sein, nachdem sie nach Friedrichs Tod die Firma verkauft hatte.“

„Rainer sagt, sie wäre etwas wunderlich geworden auf ihre alten Tage …“

„Kann ich mir lebhaft vorstellen, dass man wunderlich wird, wenn man in einem Kaff wohnt, wo die einzige Abwechslung, auf die man sich freuen kann, die eigene Beerdigungsfeier ist.“

„Stefan, es reicht!
Mit Rainer hat sie sich im Übrigen nie besonders verstanden. Ihr Sohn und sie sind sich wohl eher aus dem Weg gegangen.“

„Sagt wer?“

„Rainer.“

„Vielleicht hat sie die Kohle ja heimlich in der Karibik auf den Kopf gehauen? Oder sie hat sich mit Aktien verspekuliert?“

„Tante Hedi und Aktien! Sie hat doch nichtmal einem Sparbuch bei ihrer Bank vertraut. Früher hat sie ihr Geld in einem leeren Gurkenfass gehortet.“

„Sagt Rainer?“

„Sagt meine Mutter.“

„Kannst du dich erinnern, dass auf diesem Möbel jemals irgendwer gesessen hat? Und ich kann dir auch sagen warum. Ich habs nämlich mal versucht, bei Tante Hedis 70stem, notgedrungen, weil alle anderen Sitzgelegenheiten von deiner lieben umfangreichen Verwandtschaft belegt waren: Die Polsterung ist hart wie ein Brett, nach zehn Minuten auf dem edlen Stück ist mir der Hintern eingeschlafen.“

„Und wenn es irgendwie wertvoll ist? Es ist immerhin antik!“

„Und an der gesamten hinteren Kante war der Bezugsstoff gerissen und deine Tante hatte ihn offenbar eigenhändig wieder zusammengeflickt, der krummen Naht nach zu schließen. Pathologischer schwäbischer Geiz!
Und wo sollten wir das Teil überhaupt hinstellen? Zu unserem Einrichtungsstil passt ein Biedermeiersofa ja nun nicht wirklich.“

„Einrichtungsstil? Ach, du meinst das exquisite Ikea-Ambiente mit den raffinierten Flohmarkt-Elementen hier? Wenn du mal ein paar anständig bezahlte Aufträge reinholen würdest, dann könnten wir uns vielleicht mal ein paar anständige Möbel leisten.“

„Sagt deine Mutter?“

„Sage ich.“

„Seit wann bist du eigentlich so spießig?“

„Nein im Ernst, die Tür vom Kleiderschrank klemmt schon ewig, dafür springt deine Wäscheschublade jedes Mal aus der Schiene, wenn man sie aufzieht, aber das scheint dich ja nicht zu kratzen, du lässt sie ja eh immer offen stehen.“

„Weil sie immer aus der Schiene springt!“

„Und deine alte Jugendzimmerklappcouch ist ehrlich gesagt auch nicht gerade der Bringer, einrichtungslifestylemäßig.“

„Hey, auf genau dieser Couch haben wir uns das erste Mal geküsst, remember? Außerdem ist sie retro und das hier ist Berlin – arm aber so sexy wie Angela Merkel.“

„OK, ich rufe Rainer an, er soll das Sofa auf den Sperrmüll geben.“

Das ist doch mal ein vernünftiges Wort.“

„Aber schon irgendwie rätselhaft, was sie mit ihrem ganzen Geld gemacht hat, oder?“

(von Diana Porr)

Elektronisches Nirvana

Januar 16, 2009

Im Netz ist ohne eig’nes Wollen
schon so mancher glatt verschollen.
Bei Virusbe- und Stromausfällen
kann ein E-Mail schnell verschellen.
Drum sich’re, was du retten willst,
damit du nicht im Netz verschillst!

(Diana Porr)

Auto-Immun-Erkrankung

Dezember 13, 2008

Da stehen sie.
Sie stehen in Massen. In Salons und auf Plätzen und keiner will sie.
Nicht einmal die Deutschen.
Kam mir doch gleich verdächtig vor, dass in letzter Zeit dauernd überall bei Gewinnspielen Autos verlost wurden. In Bahnhöfen, in Fußgängerzonen. Jetzt verstehe ich: das war nicht Menschenfreundlichkeit sondern in Wirklichkeit bloß eine billige Entsorgungsmaßnahme.
Nur genützt hat  es nix.  Die Leute benutzen stur weiter ihre Füße und Züge. Sogar die Deutschen.

Was macht man nun mit den Haufen von VWen, Opeln und Daimlers? Ein nachhaltiges Verfahren,  um sie zu Biosprit weiterzuverarbeiten, wäre erst noch zu erfinden. Sie zu preisgünstigen Einraumwohnungen umzufunktionieren verstieße ziemlich gegen die Menschenwürde. Unterpflügen oder an Marder verfüttern geht auch nicht, da sind die Grünen vor.  Selbst bei „Wer wird Millionär“ wollen die Kandidaten von ihrem Gewinn in letzter Zeit lieber einen Eisbären adoptieren statt ein neues Auto kaufen.

Vielleicht sollte VW auf die Produktion von Eisbären umstellen.

Wunschzettel

Dezember 11, 2008

Liebes Christkind, schreibt die Schnecke,
ich wohne in der Weinberghecke
Nummer 21a.
Mein Name ist Amalia.

Meine Nachtgebete weiß ich,
war in der Schule immer fleißig,
und es gab nur selten Tadel.
Bin ein braves Schneckenmadl.
War immer höflich, nett und lieb.
Doch neulich kam ein Schneckendieb,
hat in diesen dunklen Tagen
meine Eltern fortgetragen,
die nun im Schneckenhimmel sind.
Bin ein armes Waisenkind.

Ich wünsche mir zur heilgen Nacht
(wenn es nicht zu viel Mühe macht)
nur ein ganz besondres Futter:
einen Koch in Kräuterbutter.

(Diana Porr)

Niko Laus

Dezember 5, 2008

Vorm Namenstag stellt Niko Laus
die klitzekleinen Stiefel raus.
Beim kleinen Klaus wohnt er gemütlich
und tut sich auf der Kopfhaut gütlich.
Da baut er dann auch manchmal Mist:
Weil er ein rechter Lausbub ist,
da kriegt er sich (wie alle Jahre)
mit seinem Bruder in die Haare.

Nikos Bruder Ladis Laus
der heckt auch gerne mal was aus.
Das sind mir schon zwei richtig Coole.
Die gehn mit Klaus auch in die Schule
und Mathe findet Ladis grausig,
denn darin war er immer lausig.
Er langweilt sich und krabbelt da
zu Klausis Freundin Claudia,
packt die Gelegenheit beim Schopf –
da hat er seinen eignen Kopf.

Auch Niko, dieser Lausebengel,
ist sicherlich kein Weihnachtsengel.
Denn allzu gern tobt er mit Nissen
allnächtlich in Klein-Klausis Kissen,
und beißt den armen Klaus und sticht.
Dass den das juckt, das kratzt ihn nicht.
Doch allzu großer Übermut,
der geht bekanntlich selten gut.

Hast du genascht vom süßen Blute
kommt nicht Knecht Ruprecht mit der Rute,
viel schlimmer, da kommt Klausis Mom
mit Shampoo und mit Nissenkamm!

(Diana Porr)

Schöne Wörter: Säumen

Oktober 19, 2008

Entschuldigung, ich habe gesäumt.

Klingt schön, oder?

Wer denkt bei dem Wort eigentlich noch an den Säumer, der mit seinem mit italienischen Köstlichkeiten beladenen Esel über einen Alpenpass wandert? So schön altmodisch entschleunigt, verglichen mit dem rasenden Globalverkehr heutiger Tage? Oder an die Wildblumen, die den Rand seines Weges gesäumt haben mögen, der noch Zeit hatte, sie wahrzunehmen? Säumen reimt sich auf träumen. Im Falle des Säumers bedeutet Sauma „Last“. Und Lästiges schiebt man ja allzu gern auf die lange Bank.

Ich habe verabsäumt, über die Frankfurter Buchmesse zu berichten, aber Sibylle Berg hat dies vor einem Jahr schon so unvergleichlich getan. Dem kann man eigentlich nicht viel hinzufügen.

Ich habe versäumt, das TV-Duell des Monats zu analysieren und festzustellen, dass Herr Reich-Ranicki und Herr Gottschalk da offenbar an einander vorbeiredeten: Für Gottschalk bemisst sich „Erfolg“ nach Quote, so hat er es gelernt. Und so lange das so ist, und solange die Entscheider fernerhin davon überzeugt sind, dass man Quote am besten macht, indem man eine möglichst grosse Masse bei den niedersten Instinken packt, wird sich in Sachen Qualität nichts entscheidend ändern. Aber auch das wissen wir ja längst.

Die Celan-triefende Rede, die der Bildhauer Anselm Kiefer da zum Erhalt des Friedenspreises des Dt. Buchhandels geschwurbelt hat über das kollektive Unterbewussstsein der Deutschen und die Leere im eigenen Inneren (ja, die Leere, man konnte sie förmlich mit Händen greifen bei dieser Rede), die hätte ich dagegen nicht verprokrastiniert, sondern beinahe ganz bewusst verschwiegen.

Prokrastination ist für manchen schon das Unwort des Jahres. Für andere ein Grund, eine sehr empfehlenswerte witzige Glosse zu schreiben. Oder gar ein ganzes Buch. Prokrastination ist in aller Munde.

Dabei ist Saumseligkeit doch ein unendlich viel schöneres Wort!


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